Autor Thema: Kugelschreiberminen für alte Kugelschreiber (z.B. für No. 315)  (Gelesen 19045 mal)

Ulf

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Habe einen Montblanc 315 ersteigert. Scheint alt zu sein (oder Fake?), denn die heutige Montblanc-Mine passt nicht hinein. \'Drin ist eine Laurin Großraum-Mine... alle normalen Minen, die heute auf dem Markt sind, scheinen nicht zu passen. Allerdings könnte man eine DIN-Mine am Ende abknipsen, dann geht\'s. Kommt mir komisch vor.  :blink:
Wer kann mir helfen?



Anmerkung vom Admin:
Überschrift geändert...

Post edited by: admin, at: 2006/05/12 15:16

steiner

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #1 am: 01. August 2004, 19:39:38 »
Geh doch mal auf http://www.penboard.de und dort auf Accessories dort gibt es einen Adapter für alte Kugelschreiber.

Einen direkten Link gibt es auch unter:
http://www.penboard.de/shop/shopartikeldetails.php?id=2501&la=en

Gruß
Michael

Post geändert von: steiner, am: 2004/08/01 19:40
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vollmer

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #2 am: 02. August 2004, 10:55:11 »
soweit ich weiß, braucht man für den 315 keinen Adapter, sondern man kann eine normale DIN Mine nehmen (z.B. Schneider express 225) und das obere Plastikstück abknipsen. Die Stifte stammen aus einer Zeit, in der Montblanc mit dem Hersteller \"Ballograf\" zusammen arbeitete, der im Bereich der gerade neu eingeführten Kugelschreiberminen Marktführend war, um sich so \"Luft\" zu verschaffen, eigene Minen zu entwickeln.

Viele Grüße
Regina

Post geändert von: vollmer, am: 2004/08/02 11:21

Post geändert von: vollmer, am: 2004/08/02 11:28

vollmer

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #3 am: 02. August 2004, 22:03:42 »
Hier noch ein Foto der Minen, von oben nach unten:

Montblanc ballograph
gekappte DIN Mine
original DIN Mine

Viele Grüße
Regina

Post geändert von: vollmer, am: 2004/08/02 22:06

hotap

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #4 am: 02. August 2004, 22:43:31 »
Hallo Regina,
hallo Schreibgerätefans,

seit letztem Herbst befindet sich in meinem Ballograf Kugelschreiber aus den „FÜNFZIGERN“ eine, von mir gekappte, Senator-Mine. Es war nirgendwo eine passende Mine dafür zu finden. Der Schreibgerätehändler meines Vertrauens riet mir zwar vom „Kappen“ ab, aber ich habe es trotzdem gemacht.

Seitdem bewahre ich diesen Ballograf-Kugelschreiber aufrecht stehend in einem Stiftehalter auf. Wenn ich damit schreibe und mal Schreibpause habe, lege ich den Schreiber möglichst nicht ab, bzw. hin, da eventuell der Inhalt der Mine auslaufen könnte. Meine ich jedenfalls!
Quatsch!!! Oder passiert da nichts?  :rolleyes:

Viele Grüße
Günter

vollmer

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #5 am: 03. August 2004, 19:51:22 »
Hallo Günter,

ich kann deine Bedenken absolut nachvollziehen...
Vor dem Abknipsen des Distanzstücks sah ich mich gedanklich auch mit einer beachtlichen, dokumentenechten Schweinerei konfrontiert;  hab\'s aber trotzdem gemacht und, nachdem das gutging, als rheinische Frohnatur alle Bedenken über Bord geworfen, getreu dem Motto \"et hätt noch alles jut jejange\"...
Da ich nicht mit Kugelschreibern schreibe, liegen meine Stifte in diversen Schatullen, Schachteln und Schubladen herum und haben bisher keine Leck-Erscheinungen an den Tag gelegt.
Vielleicht hat ja jemand hier im Forum eine leere Mine zur Verfügung und wäre bereit, die zu sezieren um festzustellen, ob das Distanzstück tatsächlich eine funktionale Bedeutung hat.

Erstmal sonnige Grüße aus der rheinischen Tiefebene
Regina

penparadise

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #6 am: 17. August 2004, 17:05:14 »
Da es nur den Wenigsten vergönnt sein dürfte, original Ballograph-Minen aus Schweden zu erhalten (es gibt in Deutschland m.W. keinen Importeur), kann man sich sehr gut mit einer Standard-Großraummine von Schneider oder Schmidt behelfen.  Die Minen von Schmidt sind die besseren, sie schmieren nicht so leicht und sind sogar besser als die von Ballograph.

Es kann nichts negatives passieren, wenn man von der Mine das Plastikende abknipst - nur sollte das Ende dann schön glatt gefeilt werden, damit die MB-Hebelmechanik sauber arbeiten kann.

Dieser \"Nippel\" an der Standard-Großraummine hat nur die Funktion, dass die Mine in die Mechanik der billigen Standard- oder Werbekugelschreiber passt, die ansonsten mit der schlankeren (zum Teil auch nur Plastik-)Mine bestückt werden.  Die Füllung der Schreibpaste beginnt erst ca. 1 cm unterhalb des Metallgehäuseendes (tolles Wort) und ist von einer Ölschicht bedeckt, die ein Austrocknen verhindert und mit dem Sinken des Pasteninhaltes zur Schreibspitze mit wandert.  Diese Ölschicht ist in jeder Kugelschreibermine vorhanden (Ausnahme Fisher Space Pen und deren Nachbauten mit Gasdruckbehälter).  Auch hat jede Kugelschreibermine ein sogenanntes Luftloch am Ende, damit kein Vakuum entsteht und die Ölschicht mit dem Verbrauch der Paste absinken kann.
Also: Bitte das Luftloch nach Abschneiden und Glattfeilen des \"Nippels\" nicht verschließen, weil sonst die Paste nicht fliessen kann.

Weiterhin viel Spass beim Sammeln!

Axel
Montblanc-Sammler seit 1968.
Spezialgebiete:
Alles von 1906 - 1939,
Meisterstücke 1924 - 1959,
Limiteds 1992 - 2006.
bitte keine PMs schicken

STIFT

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #7 am: 18. August 2006, 17:29:50 »
hallo!
also die ballograf gehört da sicher hinein den ich schreibe selber mit einen 215er.
mir wurde das von einer sehr alten schreibwarenhändlerin
(75?)gesagt das eben montblanc zur damaligen zeit von ballograf die minen hatten.
aber wieso bekommt man die nicht bei euch in deutschland??
bei uns in wien habe ich damit kein problem,kaufte erst vor kurzen für ein älters model von ballograf eine mine.
also deutschland istja nicht sooooooh klein:P
mlg
stift

ameyse

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #8 am: 18. August 2006, 20:39:00 »
Hallo stift, die Ballograf AB wurde von einem Österreicher namens Eugen Spitzer in Göteborg gegründet. Daher ist es nicht verwunderlich, warum Österreich traditionell zu den \"bevorzugten\" Belieferten zählt. Nachzulesen auch unter:
www.ballograf.se
Auch einen Katalog als pdf gibt es unter \"Produkter\" zum herunterladen. Unter \"Tillbehör\" sind die erhältlichen Minen (auch mit Parkermechanik) zu finden. Die Schweden liefern \"Svensk kvalitet med livstids garanti\", also schwedische Qualität mit lebenslanger Garantie. Somit machen sie uns mal wieder was vor mit unseren (erb)ärmlichen 2 Jahren Gewährleistung (bzw. 0,5 Jahren)!

Sonnige Grüße aus der oberrheinischen Tiefebene,
Armin

STIFT

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Re:Kugelschreibermine für No. 315
« Antwort #9 am: 18. August 2006, 20:44:18 »
hallo
lieben dank für die info, habe ich nicht gewußt.:ohmy:
mlg aus wien
stift

penboard

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Re: Kugelschreiberminen für alte Kugelschreiber (z.B. für No. 315)
« Antwort #10 am: 09. September 2010, 17:48:03 »
Hallo in die Runde,

hier ein Bild zu den Minen von Montblanc über die Jahre.

Wie man sieht,
es gibt für alles eine simple Lösung. Besten Gruss
Tom


Tom Westerich
Hamburg & Caprafico, Abruzzo.
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Tore

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Ersatz für Riesenmine mit der schlanken Spitze
« Antwort #11 am: 06. Januar 2011, 22:09:31 »
Ein freundliches Hallo!

Mir ist ein Montblanc Kugelschreiber Nr. 18 aus ca. 1968 in die Hände gefallen. Er war mit einer Montblanc Riesenmine bestückt und zwar die Version mit der schlanken Spitze (ca. 1,8 mm Durchmesser). Die Mine war ausgetrocknet, Ersatz gibt es m. W. nicht mehr.

In diversen Foren wird propagiert eine G1-Mine zu verwenden, die allerdings zu kurz ist und die Hebelmechanik des KG außer Kraft setzt. Ein Adapters kann hier Abhilfe schaffen, aber woher diesen Adapter nehmen? Es ist ganz einfach: Die alte "Riesenmine" selbst liefert ihn. Man muss dazu nur das blaue Kunststoffendstück abziehen, von Ölresten befreien und auf die ungekürzte(!) G1-Mine aufstecken. Wenn sich zeigen sollte, dass die G1-Mine zu weit in das Endstück eintaucht und deswegen die Spitze der Mine nicht weit genug aus der Kugelschreiberspitze heraustritt, dann einfach in die Bohrung des Kunststoffendstücks etwas Watte fest hinein stopfen bis die richtige Gesamtlänge erreicht ist. Das Wattestopfen muss nur einmal vorgenommen werden und passt damit das Kunststoffendstück endgültig an, auch für spätere Minenwechsel.

Was lernen wir daraus? Niemals alte Riesenminen mit der schlanken Spitze einfach wegwerfen, sondern die Kunststoffenden bewahren und eventuell auch anderen anbieten.

In der Zeit, als der Kugelschreiber Nr. 18 auf dem Markt war, gab aus auch die Nummern 28, 38 und weitere in andere Ausführungen.

Der Vollständigkeit halber: Die G1-Mine hat einen Spitzendurchmesser von 1,6 mm, die "Riesenmine" einen von gemessenen 1,8 mm, was bedeutet, dass die Ersatzlösung 0,2 mm Spiel in der Öffnung der Kugelschreiberspitze hat. Meine Schreibversuche haben ergeben, dass dies kein Problem darstellt.

Ich hoffe, hiermit geholfen zu haben.

Tore
« Letzte Änderung: 07. Januar 2011, 21:07:01 von Tore »